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Hauptuntersuchung: Was die HU kostet, was sie prüft — und wo ihre Grenzen liegen

Alle zwei Jahre müssen Pkw zur Hauptuntersuchung. Die Gebühren variieren je nach Region und Prüforganisation — Festpreise gibt es nicht. Und trotz bestandener HU kann ein Gebrauchtwagen erhebliche Mängel haben, die beim Kauf zur Kostenfalle werden. Hier steht, was Sie wissen müssen.

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Was kostet die Hauptuntersuchung (HU)?

Die Gebühren für die Hauptuntersuchung sind nicht bundeseinheitlich festgelegt, sondern variieren je nach Prüforganisation, Region und Fahrzeugklasse. Für einen Pkw bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bewegen sich die Kosten inklusive Abgasuntersuchung in einer Spanne, die sich je nach Anbieter und Standort unterscheidet. TÜV, DEKRA, GTÜ und KÜS kalkulieren ihre Gebühren eigenständig, sodass ein direkter Preisvergleich vor Ort sinnvoll ist. Hinzu kommt: Werden Mängel festgestellt, ist in vielen Fällen eine kostenpflichtige Nachprüfung erforderlich, was die Gesamtkosten erhöht.

Was ist die Hauptuntersuchung — und wer führt sie durch?

Die Hauptuntersuchung (HU) ist eine gesetzlich vorgeschriebene Fahrzeugprüfung in Deutschland. Ihr Ziel ist es sicherzustellen, dass Fahrzeuge, die am Straßenverkehr teilnehmen, verkehrssicher und umweltverträglich sind. Rechtsgrundlage ist die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO).

Durchgeführt wird die HU ausschließlich von amtlich anerkannten Prüforganisationen. In Deutschland sind das vor allem:

  • TÜV (mehrere regionale Gesellschaften, z. B. TÜV Rheinland, TÜV Nord, TÜV Süd)
  • DEKRA
  • GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung)
  • KÜS (Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kraftfahrzeug-Sachverständiger)

checkdenwagen.de ist keine Prüforganisation im Sinne der StVZO und führt keine Hauptuntersuchungen durch. checkdenwagen stellt auch keine Plakette aus. Der Gebrauchtwagencheck ist ein freiwilliges, kaufbegleitendes Prüfangebot — darauf kommen wir weiter unten zurück.

Was kostet die Hauptuntersuchung?

Die HU-Gebühren sind in Deutschland nicht zentral festgeschrieben. Jede Prüforganisation kalkuliert ihre Preise eigenständig; dazu kommen regionale Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Standorten. Wer den günstigsten Anbieter sucht, sollte Preise vor Ort vergleichen.

Grob lassen sich folgende Fahrzeugkategorien unterscheiden:

  • Pkw bis 3,5 t: Gebühren inkl. Abgasuntersuchung variieren je nach Prüfstelle und Region
  • Motorräder und Leichtkraftfahrzeuge: In der Regel niedriger als Pkw
  • Schwere Kfz (3,5 t bis 7,5 t): Deutlich höher, da aufwändigere Prüfung
  • Wohnmobile und Lkw über 7,5 t: Höchste Gebühren; einige dieser Fahrzeuge müssen jährlich zur HU

Die Kosten für HU und Abgasuntersuchung werden von den Prüfstellen in der Regel als Gesamtbetrag ausgewiesen. TÜV und DEKRA bewegen sich erfahrungsgemäß in ähnlichen Preisbereichen; kleinere Organisationen wie GTÜ oder KÜS können geringfügig abweichen — nach oben oder unten.

Nachprüfung: Werden erhebliche Mängel festgestellt, muss das Fahrzeug nach der Reparatur zur Nachprüfung vorgestellt werden. Auch hierfür fallen Gebühren an. Bei einer Überziehung der Vorführungsfrist um mehr als zwei Monate kommt eine Ergänzungsuntersuchung hinzu, die mit einem Aufschlag berechnet wird.

Welche Prüfintervalle gelten?

  • Neuzulassung: Erstmals nach drei Jahren
  • Pkw und Motorräder: Danach alle zwei Jahre
  • Bestimmte schwere Fahrzeuge und Wohnmobile: Jährlich (abhängig von Gewicht und Alter)

Das nächste Fälligkeitsdatum steht auf der Prüfplakette am hinteren Kennzeichen. Monat und Jahr sind darin codiert: Die Zahl in der Mitte zeigt das Fälligkeitsjahr, der farbige Bereich weist auf den Monat hin.

Was wird bei der HU geprüft?

Die HU ist eine sicherheits- und umweltbezogene Überprüfung. Die Prüfingenieure kontrollieren gemäß den HU-Richtlinien unter anderem:

  • Bremsanlage (Wirkung und Zustand)
  • Lenkanlage
  • Lichttechnik und elektrische Anlage
  • Achsen, Räder, Reifen und Aufhängung
  • Fahrgestell, Rahmen und Aufbau
  • Sichtverhältnisse (Scheiben, Spiegel)
  • Abgasemissionen (Abgasuntersuchung)
  • Fahrzeugidentifikation (FIN-Prüfung)

Die Prüfung erfolgt überwiegend visuell, manuell und messtechnisch — ohne Demontage. Nicht Gegenstand der HU sind Motor- und Getriebeinnenleben, Komfort- und Unterhaltungselektronik sowie kosmetische Mängel an Karosserie oder Innenraum, sofern diese die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen.

Häufige Mängel bei der Hauptuntersuchung

Ein erheblicher Teil der zur HU vorgestellten Fahrzeuge wird beanstandet. Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) aus vergangenen Jahren zählen zu den häufigsten Mangelarten:

  1. Lichttechnik und elektrische Anlage — defekte Scheinwerfer, falsch eingestellte Lichter, ausgefallene Leuchten
  2. Bremsanlage — Bremsbelagverschleiß, korrodierte Bremsscheiben, verminderte Bremswirkung
  3. Achsen, Räder, Reifen und Aufhängung — unzureichende Profiltiefe, Schäden an Fahrwerksteilen

Diese Mängel sind häufig das Ergebnis unterlassener Wartung. Wer sein Fahrzeug regelmäßig warten lässt und Verschleißteile rechtzeitig tauscht, vermeidet in der Regel Überraschungen beim HU-Termin.

Was passiert, wenn der TÜV abgelaufen ist?

Wird ein Fahrzeug mit abgelaufener HU im öffentlichen Straßenverkehr angetroffen, drohen Bußgelder:

  • Bis zu 2 Monate überfällig: Verwarnungsgeld
  • 2 bis 4 Monate: Erhöhtes Bußgeld
  • 4 bis 8 Monate: Spürbares Bußgeld und ein Punkt im Fahreignungsregister (Flensburg)
  • Mehr als 8 Monate: Höchstes Bußgeld in dieser Kategorie und ein Punkt in Flensburg

Darüber hinaus drohen versicherungsrechtliche Konsequenzen: Bei einem selbstverschuldeten Unfall mit abgelaufener HU kann die Kfz-Versicherung die Leistung kürzen oder den Fahrer in Regress nehmen.

HU und Gebrauchtwagencheck: zwei verschiedene Dinge

Ein häufiges Missverständnis beim Gebrauchtwagenkauf: Eine frisch bestandene HU wird als Qualitätsbeweis für das Fahrzeug interpretiert. Das ist sie nicht.

Die HU prüft ausschließlich, ob das Fahrzeug die Mindestanforderungen an Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit erfüllt. Sie bewertet nicht den allgemeinen Zustand, die Wartungshistorie, Verschleißgrad von Motor und Getriebe, Karosserieschäden nach Unfällen oder den Marktwert des Fahrzeugs.

Ein Fahrzeug kann die HU bestehen und gleichzeitig:

  • einen reparierten Unfallschaden mit strukturellen Schwächen haben
  • einen Motor mit erhöhtem Ölverbrauch oder Motorschäden in der Entwicklung aufweisen
  • einen manipulierten Tachostand haben
  • erheblichen Verschleiß an Getriebe, Kupplung oder Fahrwerk zeigen

Keines dieser Probleme ist Gegenstand der HU. Genau hier setzt der Gebrauchtwagencheck an.

Was ein Gebrauchtwagencheck leistet — und was nicht

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checkdenwagen stellt keine HU-Plakette aus und führt keine gesetzliche Hauptuntersuchung durch. Der Gebrauchtwagencheck ist kein Ersatz für die HU, sondern eine Ergänzung aus Käuferperspektive: Er klärt, ob das Fahrzeug seinen Preis wert ist und welche Kosten auf den Käufer zukommen könnten.

Wenn ein Gebrauchtwagen mit frischer HU inseriert ist, heißt das: Das Fahrzeug ist verkehrssicher genug, um auf der Straße zu fahren. Ob es auch sein Geld wert ist und keine versteckten Mängel hat — das beantwortet nur der unabhängige Vor-Ort-Check.

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Häufige Fragen zur Hauptuntersuchung und ihren Kosten

Personenkraftwagen müssen erstmals nach drei Jahren nach der Erstzulassung und danach alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Das genaue Fälligkeitsdatum steht auf der Prüfplakette am hinteren Kennzeichen.

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